Kategorien
Verkehrspolitik

Umweltverbund stärken: Erfolgsfaktoren für den ÖPNV aus Wien

Linus Frank spricht mit ‌Klaus Bamberger, Leiter Markt/Kund*in bei den ‌Wiener Linien, über die Zukunft der klimafreundlichen Mobilität in Wien – und darüber, warum es im ÖPNV nicht darum geht, Fahrgastzahlen um jeden Preis zu steigern, sondern den Umweltverbund als Ganzes zu stärken.
Wien zeigt eindrucksvoll, wie klare politische Ziele, Nutzer:innen-Orientierung und wirtschaftlicher Realismus zusammenwirken können.

Highlights der Folge:

  • Ambitioniertes Zielbild der Stadt
    Wien verfolgt das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 mit klarem Commitment. Push-Maßnahmen wie Parkraummanagement und Flächenumverteilung treffen auf Pull-Maßnahmen wie Netzausbau, hohe Angebotsqualität und Zuverlässigkeit. Der Modal Split wird gezielt zugunsten des Umweltverbunds verschoben – nicht symbolisch, sondern messbar.
  • Umweltverbund statt reiner Fahrgastlogik
    Entscheidend ist nicht, dass jede Strecke mit dem ÖPNV gefahren wird, sondern dass ÖV, Rad- und Fußverkehr gemeinsam wachsen. Kurze Wege, integrierte Stadtplanung und ergänzende Mobilitätsangebote gehören genauso zur Lösung wie Bus und Bahn.
  • Schnittstellen mit Wirkung – besonders im Tourismus
    Mit der Ticketvertriebsschnittstelle der Wiener Linien können Partner ÖPNV-Tickets direkt in ihre Angebote integrieren. Für Tourist:innen bedeutet das: kein App-Zwang, keine Automaten, sondern Mobilität dort, wo sie ohnehin buchen. Der ÖPNV wird Teil attraktiver Bündel statt isoliertes Produkt.

Die Mobilitätswende gelingt, wenn Angebot, Nutzer:innen-Erlebnis und Daten clever zusammenspielen!