In dieser Folge spricht Lorenz mit Doris Sibum, Sozialwissenschaftlerin und Partnerin beim Hamburger Stadtplanungsbüro Urbanista, über Szenarien, Zielkonflikte, hartnäckige Planungslogiken – und darum, wie Kommunen mit wenig Budget trotzdem konkret loslegen können.
Highlights der Folge:
- Zukunftsforschung ist mehr ein Gestaltungsspielraum und fern von klassischen Prognosen. Entscheidend ist es, verschiedene Optionen und Szenarien zu entwerfen und zu fragen: Wie wollen wir in Zukunft leben? Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung steht dabei im Vordergrund.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel: Die Planung der Stadt braucht das Zusammenspiel vielfältiger Akteur*innen und Ämter, um Zielkonflikte – etwa zwischen Klimaschutz, Mobilität, Wohnen und sozialer Infrastruktur – zu erkennen und zu lösen. Nur durch dieses Zusammendenken entstehen nachhaltige Strategien für lebenswerte Städte.
- Soziale Teilhabe und Gerechtigkeit als Leitbild: Eine wirklich zukunftsweisende Stadtpolitik muss soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. Doris Sibum betont: Es darf nicht passieren, dass Menschen in Armut oder benachteiligten Quartieren von Bildung, Freizeitangeboten und guten Lebensbedingungen abgeschnitten werden – gerechte Teilhabe ist eine zentrale Aufgabe für alle Stadtgestalter.
Konkret starten statt nur visionieren: Wer nicht weiß, wo anfangen: Im Rahmen des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung-Projekts „Stadt von übermorgen“ ist ein kostenfreies Toolkit für Kommunen entstanden – von Workshop-Materialien bis zu ersten Schritten für die Phase 0 eines Stadtentwicklungskonzepts. Diese findet ihr hier: https://www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de/NSPWeb/DE/Themen/Forschung/Stadt-von-uebermorgen/stadt-von-uebermorgen_node.html
