Ein Meilenstein für die Mobilitätswende – die Legalisierung der E-Scooter mit Florian Walberg von EGRET

E-Scooter gehen schnell kaputt, stehen immer im Weg rum und sind sowieso total umweltschädlich? Stimmt nicht!

Elektrisch angetriebene Tretroller sind erst seit 2019 als Verkehrsmittel im deutschen Straßenverkehr erlaubt. Den Weg der Legalisierung hat Florian Walberg maßgeblich mitgestaltet und berichtet im Mobilitätsfunk über den Weg zu einer neuen Form der Mobilität. „Ich musste nur Türen aufstoßen… der Markt war einfach reif dafür!“ sagt er.

Nun wird es bald Dienstroller statt Dienstwagen geben und private E-Scooter einen immer größeren Einfluss auf die Mobilitätswende nehmen, erklärt er. Der Wunsch nach Mobilität ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern auch die Individualität und Identifikation dürfen bei der Gestaltung von Mobilität nicht vernachlässigt werden.

Erfahrt im Mobilitätsfunk, welche Rolle Emotionen im Rahmen der Verkehrswende spielen und warum eine höhere Maximalgeschwindigkeit der Roller für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen könnte!

Was wird die Mobilitätsbranche 2023 bewegen? – mit Alan Atzberger von All About Mobility

Wie schaffen wir es mit weniger Verkehr mehr Mobilität zu erreichen? Welche Entwicklungen gibt es auf dem Markt, um einer erfolgreichen Verkehrswende ein Stückchen näher zu kommen?

Einen Anfang machen die neuen Konzepte für ICE-Züge, bei denen Nutzer:innen während der Fahrt auf ein umfangreiches Entertainment-Programm zurückgreifen können. Doch auch das Auto muss im Kontext einer erfolgreichen Mobilitätswende nicht immer Feind sein – neue, innovative Geschäftsmodelle für die geteilte Nutzung von Autos lassen auf positive Veränderungen in der Verkehrswelt hoffen!

Auch im neuen Jahr werden weitere Trends und neue Mobilitätsformen erwartet – was der Hype-Cycle damit zu tun hat und in welcher Phase der ÖPNV steckt, erfahrt ihr im Mobilitätsfunk!

„Du kannst was bewegen“ – mit Micha Spannaus von der ESWE

Was können Verkehrsunternehmen gegen den Fachkräftemangel in der ÖPNV-Branche tun? Und wie wird das autonome Fahren den Beruf der Busfahrer:innen beeinflussen?

Als einzige Landeshauptstadt stemmt Wiesbaden seinen ÖPNV nur mit Bussen. Daher macht sich bei der ESWE der Fachkräftemangel in der Branche besonders bemerkbar. Folgen sind ein reduziertes Fahrangebot und knapp 100 fehlende Mitarbeiter.

Diese Entwicklungen gehen mit den Erfolgsfaktoren für die Verkehrswende auseinander – für die Mobilitätswende braucht es ein attraktives Angebot und daher mehr Fahrer:innen! Wir sprechen mit Micha im Mobilitätsfunk über Lösungsansätze, die sowohl für die Verkehrsunternehmen als auch für die Nutzer Vorteile bringen.

Dabei geht es mehr als nur um Geld – „Ein Busunternehmen muss stärker Dienstleister für seine Mitarbeiter werden“, sagt er. Gleichzeitig ist auch die Wertschätzung und Anerkennung ein großer Faktor, die in der heutigen Zeit nicht immer gegeben sind, berichtet er.

Erfahrt im Mobilitätsfunk, welche Voraussetzungen und politische Impulse es weiterhin für einen attraktiven ÖPNV braucht!

Würdest Du das Deutschlandticket nutzen?

Die aktuelle Sonderfolge und auch letzte Folge des Mobilitätsfunks im Jahr 2022 dreht sich um die Frage: Würdest Du das Deutschlandticket nutzen?

Wir waren auf dem Deutschen Mobilitätskongress der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und haben ÖPNV-Expertinnen und Experten, Wissenschaftler:innen, Entscheider:innnen aber auch Nutzer:innen gefragt, ob sie das kommende Deutschlandticket nutzen werden.

Außerdem sprechen wir in der Folge über den einfacheren Zugang zum ÖPNV und haben Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Erfahrt im Podcast, wie das Deutschlandticket aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen wird!

Was bedeutet Verkehrswende für dich?

Die aktuelle Sonderfolge des Mobilitätsfunks befasst sich mit der Frage: Was bedeutet Verkehrswende für dich?

Wir waren auf dem Deutschen Mobilitätskongress der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und haben ÖPNV-Expertinnen und Experten, Wissenschaftler:innen, Entscheider:innnen aber auch Nutzer:innen gefragt, was für sie Verkehrswende bedeutet. Erfahrt im Podcast, welche Rolle der ÖPNV dabei für viele Befragte spielt und wie die Mobilitätswende aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen wird!

Was ist die größte Herausforderung für den ÖPNV?

Die aktuelle Sonderfolge des Mobilitätsfunks befasst sich mit der Frage: Was ist aktuell die größte Herausforderung für den ÖPNV?

Wir waren auf dem Deutschen Mobilitätskongress der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und haben ÖPNV-Expertinnen und Experten, Wissenschaftler:innen, Entscheider:innnen aber auch Nutzer:innen zu den aktuellen Herausforderungen der Branche befragt. Erfahrt im Podcast mehr über die unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Akteure und bekommt spannende Einblicke in die aktuellen Themen der Mobilität!

Vielleicht erkennen die ein oder anderen Zuhörer:innen einige Stimmen aus vergangenen Podcast-Folgen wieder, reinhören lohnt sich!

Haben wir das System ÖPNV kaputt gespart? – mit Kerstin Haarmann, ehrenamtliche Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD)

Wie schafft es der ÖPNV zum Mobilitätsdienstleister zu werden und wie kann das Bundesmobilitätsgesetz dazu beitragen?

Kerstin Haarmann spricht in unserer Sonderfolge auf dem Deutschen Mobilitätskongress der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft über das Bundesmobilitätsgesetz, das unter anderem vorsieht, bei dem Ausbau der Infrastruktur immer das ökologischste, effizienteste, wirtschaftlichste und flächensparsamste Verkehrsmittel zu wählen – Überraschung: es ist oft nicht das Auto und trotzdem werden immer mehr Straßenverbindungen gebaut.

Für eine erfolgreiche Verkehrswende braucht es einen gesetzlichen Rahmen und Impulse von der Politik, sagt Kerstin im Mobilitätsfunk. Denn „ohne die Entscheidungen von der Politik wären wir heute längst nicht so weit“. Das durch das 9-Euro-Ticket geschaffene Interesse am ÖPNV darf nicht verloren gehen. Bis man aber Werbung für den ÖPNV machen kann, wie es die Automobilbranche so erfolgreich tut, muss zunächst das Angebot stimmen –  pünktlich, zuverlässig und vor allem digital und integriert muss es sein.

Außerdem sprechen wir im Mobilitätsfunk über die zukünftige Finanzierung – Wie viel Geld wird in den nächsten Jahren benötigt, um die Strecken nicht nur in Stand zu halten, sondern auch auszubauen? Dabei schätzt Kerstin die Pro-Kopf-Investition von 123 Euro viel zu niedrig ein. Erfahrt im Mobilitätsfunk, wie die Finanzierung durch das Bundesmobiltiätsgesetz aussehen könnte und wie es damit zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen kann!

Gemeinsam, vernetzt, nachhaltige Mobilität gestalten – mit Matthias Weber, Head of Cities von TIER

Wie können E-Scooter die Mobilität der Zukunft mitgestalten? Und warum sieht das in München anders als in Frankfurt aus?

Schon jetzt ersetzen 16% der E-Scooter Trips eine Autofahrt. Doch damit Mikromobilität zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen kann, sieht Matthias vor allem zwei Herausforderungen: Städte sind zu auto-fokussiert. “Wenn wir Platz schaffen wollen für alternative Mobilitätsformen, dann muss das vom Auto kommen”. Zum anderen muss die Akzeptanz gesteigert werden.

In einem Projekt mit der Hamburger Hochbahn wird das Potenzial der Vernetzung mit anderen Mobilitätsformen deutlich: 55 % der ÖPNV-Nutzer geben an, E-Scooter auf der ersten und letzten Meile zur Haltestelle zu nutzen. Zukünftig könnten Inhaber eines ÖPNV-Abos sogar kostenlos E-Scooter nutzen.

Um E-Scooter als alternative Mobilitätsform nutzen zu können, braucht es allerdings nicht nur die Berücksichtigung in der Stadt- und Verkehrsplanung, sondern auch politische Impulse. Paris macht es vor, und Matthias erklärt im Mobilitätsfunk, wie E-Scooter zu einer menschenfreundlicheren und nachhaltigeren Stadt beitragen können!

Dienstrad statt Dienstwagen – was können Unternehmen für nachhaltige Mobilität tun? – mit Josefine Wickenbrock von JobRad

Warum fehlt in Deutschland nach wie vor die Infrastruktur für Fahrräder? Und wieso wissen viele Menschen nichts von den vorhandenen Fahrradstraßen?

Nur 10 % der Menschen in Deutschland fahren bislang mit dem Fahrrad zur Arbeit, Autos sind nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel. Das liegt mitunter an der schlechten Infrastruktur und fehlenden Sicherheit, erklärt uns Josefine im Mobilitätsfunk.

Seit 2012 hat das Dienstrad einen großen Durchbruch erlebt – 1 Millionen Diensträder von circa 50.000 Arbeitgebern sind mittlerweile auf den deutschen Straßen unterwegs und unterstützen damit den Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität.

Dabei bietet das Dienstrad mehr als nur einen steuerlichen Vorteil für Unternehmen – Josefine berichtet im Podcast von der Erreichung neuer Zielgruppen und dem Benefit, den Mitarbeitern mit der Bereitstellung von Lastenrädern, City-, oder E-Bikes geboten wird.

Doch damit das Fahrrad ein beliebteres Verkehrsmittel wird, braucht es nicht nur lokale Infrastruktur und weitere Impulse von der Politik. Welche Hebel dafür nötig sind und wie betriebliche Mobilität in 10 Jahren aussehen könnte, erfahrt ihr im Mobilitätsfunk!

E-Scooter, Bikes & Roller: Wie geteilte Mikromobilität das Stadtbild von Morgen prägt – mit Augustin Friedel, Micro Mobility Experte

Was müssen Shared Mobility Anbieter tun, um Städte und deren Bewohner:innen von sich zu überzeugen? Welche Verantwortung trägt wiederum die Stadt, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht?

Diese Woche haben wir mit Augustin Friedel über die noch junge Industrie der Shared Micro Mobility gesprochen. Ob in Bezug auf verschiedene Abomodelle, Serviceleistungen oder Angebote von Mobilitätsbudgets – laut dem Mobility Experten gibt es viele wettbewerbsfähige Innovationen und Trends, die vor allem im urbanen Raum auf offene Ohren bei Entscheider:innen und Nutzer:innen gleichermaßen stoßen.

“Mobilität ist hyperlokal und muss auf die jeweiligen Anforderungen der Stadt zugeschnitten sein: Wie sieht die Infrastruktur aus? Welche Angebote reagieren auf welche Nachfragen? ‘One size fits all’ funktioniert nicht mehr.”

Voraussetzung für ein digitales und vernetztes Angebot ist, dass Städte und private Mobilitätsanbieter miteinander kooperieren. Nur so können die passenden Rahmenbedingungen für die Neugestaltung von Wegstrecken ins Rollen gebracht werden. Wichtig hierbei: Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land brauchen wir eine sinnvolle Kombination aus ÖPNV und privaten Shared Mobility Anbietern, um auch die „letzte Meile“ bis zum Ziel abzudecken.

Im Mobilitätsfunk erfahrt ihr außerdem, wie Augustin der Kritik an Mikromobilität, nicht nachhaltig zu sein, begegnet und was er sich für die Zukunft wünscht.