Einblicke aus Wuppertal: Wie die Verkehrswende in der Kommunalpolitik funktioniert 

In der neuesten Folge des Mobilitätsfunk spricht Lorenz Nitsch mit Uwe Schneidewind über die Entwicklungen in Wuppertal und seine Visionen zur Verkehrswende. Als amtierender Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und ehemaliger Leiter des Wuppertal Instituts hat Uwe Schneidewind einen einzigartigen und gesamtheitlichen Blick auf verschiedenen Akteure und Hebel im Verkehr. Wir sprechen über seinen persönlichen Werdegang, Verkehrsexperimente in Wuppertal und politische Herausforderungen für eine Verkehrswende.

Hört jetzt rein und lernt, was die großen Hebel für eine erfolgreiche Verkehrswende sind. Hier schon mal ein paar Highlights – was euch erwartet:

Fortschritt durch Verkehrsexperimente: Wuppertal setzt bei der Umgestaltung des Verkehrs auf kleine Verkehrsexperimente im Gegensatz zu den großen Konzepten. So können Veränderungen ausprobiert werden und Bürger*innen in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden. Ein Positivbeispiel hierfür ist die autofreie Umgestaltung des Laurentiusplatzes.

Politische Herausforderungen: Es ist nicht immer einfach in der Lokalpolitik – Fragen der Finanzierung oder die Einschränkung durch regulatorische Rahmenbedingungen bringen große Herausforderungen mit sich. Wir sprechen über Zielkonflikte verschiedener Player und wie politische Widerstände überwunden werden können.

Übergang von Wissenschaft zu Politik: Mit seinem einzigartigen Lebenslauf hat Uwe Schneidewind einen besonderen Blick – sowohl auf die Politik als auch auf die Wissenschaft. Hört jetzt rein und lernt, welche Empfehlungen er für die Wissenschaft hat!

Nachhaltige Mobilitätswende: Die Herausforderungen und Chancen des ÖPNV – mit Cornelia Christian vom VVS

Die Mobilitätswende – Wie können wir sie gemeinsam gestalten?

In der neuesten Folge des Mobilitätsfunk sprechen wir mit Cornelia Christian, Geschäftsführerin vom VVS in Stuttgart, über die Herausforderungen und Lösungsansätze im Zusammenhang mit der Mobilitätswende.

Die wichtigsten Erkenntnisse in Kürze:

  • ÖPNV als Schlüssel zur Mobilitätswende: Cornelia Christian betont die Bedeutung eines gut ausgebauten und zuverlässigen ÖPNV für nachhaltige Stadtentwicklung und Umweltschutz. Barrierefreiheit, Sicherheit und ein erschwinglicher Preis sind entscheidend, um den ÖPNV für alle attraktiv zu machen.
  • Jugend als Botschafter für den ÖPNV: Die Ergebnisse der Marktforschung zeigen, dass junge Menschen tendenziell zufriedener mit dem ÖPNV sind. Sie spielen eine Schlüsselrolle als Kommunikatoren für die Vorteile des ÖPNV. Der VVS bietet attraktive Angebote speziell für junge Menschen, wie das junge Ticket und Kombi-Tickets für Events.
  • Digitalisierung und On-Demand-Angebote: Der VVS setzt auf digitale Lösungen und Kooperationen, um den Zugang und die Nutzung des ÖPNV zu verbessern. Neue Initiativen wie punktebasierte Belohnungssysteme und Partnerschaften mit dem lokalen Tourismusverband werden erwogen, um die Attraktivität weiter zu steigern.

Die Einnahmenaufteilung im ÖPNV – mit Steffen Lehmann vom MDV

Die Einnahmenaufteilung – warum braucht es sowas eigentlich?

🎙 Diese Frage haben wir Steffen Lehmann, Geschäftsführer des MDV, in der aktuellen Folge vom #Mobilitätsfunk gestellt. Wir sprechen darüber, was ein Verkehrsverbund eigentlich alles so macht, wie die Einnahmenaufteilung im ÖPNV und im MDV funktioniert und warum das Deutschlandticket der Systemsprenger schlechthin ist. Abschließend lernen wir, was der MDV bis zum Jahr 2030 geplant hat, um seinen Teil zum Erreichen der Klimaziele beizutragen.

Die wichtigsten Erkenntnisse in Kürze:

💡Im MDV läuft die Einnahmenaufteilung vor allem über zwei Säulen: Fahrgastdaten und automatische Fahrgastzählsysteme. Dabei werden die Tarifeinnahmen über einen Leistungsbezug verteilt: Der Unternehmer, der die Fahrgäste befördert, soll auch die Fahrgeldeinnahmen bekommen.

💡Gerade für die Einnahmenaufteilung hat das Deutschlandticket vieles verändert: Ein Großteil der Einnahmen im ÖPNV fällt auf einmal weg. Zudem haben sich die Zuständigkeiten verändert: Wo Verkehrsverbünde vorher entscheiden konnten, steht nun die Politik in der Verantwortung. Viele Fragen sind noch offen und müssen zeitnah gelöst werden.

💡Ziel für den MDV ist es, bis 2030 das bestehende Verkehrsangebot zu sichern und zu erweitern. Dazu wird aktuell die MDV Strategie 2030 entwickelt. Hört rein und lernt, was der MDV für die Zukunft plant!

Alles zum MDV:

https://www.mdv.de/ueber-uns

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Das deutschlandweite Semesterticket – mit Adina Varga vom Studierendenrat der Uni Leipzig

Was ist die Sicht der Studierenden auf das deutschlandweite Semesterticket?

🎙 Pünktlich zum Start des Sommersemesters soll es im #Mobilitätsfunk um das deutschlandweite Semesterticket gehen. Adina Varga, Referentin für nachhaltige Mobilität des Studierendenrates der Uni Leipzig, deckt zusammen mit Lorenz auf, wie das Ticket entstanden ist und wie die Sicht der Studierenden auf das neue Ticket ist. 

Wir schauen uns zudem an, wie ein Solidarmodell überhaupt funktioniert und über welche Konditionen der Studierendenrat beim Semesterticket verhandelt. Abschließend zeigt Adina, wie das perfekte Semesterticket aus Studierendensicht aussehen würde. 

#Mobilität #ÖPNV #Studierendenrat #Semesterticket #Deutschlandticket #Podcast

Verkehrswende: Kommen wir vom Ziel ab? – Expertenstimmen vom Tag der Verkehrswissenschaften 2024

🎙 Wir waren mit unserem #Podcast auf dem Tag der Verkehrswissenschaft der ‌Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft in Potsdam unterwegs!

Für eine #Mobilitätsfunk-Sonderfolge haben wir vor Ort Stimmen von Expertinnen und Experten gesammelt. Wir wollten wissen: Gibt es Anzeichen für eine Abkehr in der #Mobilitätswende? Darüber hinaus interessierte uns ihre Meinung zu den wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung.

In dieser Folge bekommt ihr spannende Einblicke in die vielfältigen Perspektiven der Teilnehmenden und einen Grund, die Hoffnung auf eine gelungene Verkehrswende nicht zu verlieren. 🤝🏼 🌱

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Wie Daten die Arbeit an Schienenfahrzeugen erleichtern – mit Lars Kiefer & Thilo Richter von Aicorn

Welchen Beitrag können gut genutzte Daten für die Inbetriebnahme, Gewährleistung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen leisten?

🎙 In der heutigen Folge vom #Mobilitätsfunk haben wir mit Lars Kiefer und Thilo Richter von Aicorn über die Datensammlung und -nutzung in Bezug auf Schienenfahrzeuge gesprochen. Aus den den gesammelten Daten ziehen die “Datenhacker aus Karlsruhe” relevante Informationen und stellen Auswertungen für die Instandhaltung bereit. Dabei arbeiten sie mit Verkehrsbetrieben im öffentlichen Verkehr zusammen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Folge in Kürze:

💡 Schienenfahrzeuge produzieren eine sehr große Menge an Daten – nicht richtig ausgewertet sind sie nur schwer nutzbar. Gerade bei älteren Schienenfahrzeugen ist die Erfassung und Handhabung der Daten oft schwierig.

💡 Technische Anforderungen zur Datennutzung sind bei den verschiedenen Lebenszyklusphasen eines Schienenfahrzeugs oft ähnlich. Dies bietet Potenzial für eine effizientere und bessere Datennutzung und -auswertung.

💡 Es gibt eine gewisse Skepsis der Verkehrsbetriebe, ihre Fahrzeugdaten zu teilen. Lars und Thilo erläutern, warum diese Skepsis teilweise berechtigt ist.

💡 Der Fachkräftemangel und die fehlende Finanzierung von ÖV-Betrieben sind akute Probleme für die Instandhaltung. So werden niedrigere Standards akzeptiert als eigentlich gewünscht – das Verbesserungspotenzial ist dadurch aber auch sehr hoch.

In welchen Bereichen der Mobilität gibt es noch Potenzial für Digitalisierung?

🎙Wir waren auf dem Deutschen Mobilitätskongress der DVWG in Frankfurt und haben Expertinnen und Experten zu Digitalisierungspotenzialen in der Mobilität befragt. Zudem wollten wir wissen, wie sicher sie sich selbst in einem autonom fahrenden Fahrzeug fühlen würden.

Im #Podcast erhaltet ihr Einblicke in die vielfältigen Standpunkte der Beteiligten und gewinnt interessante Perspektiven zu den aktuellen Diskussionen rund um die Themen Digitalisierung und autonomes Fahren!

Geld für E-Auto: Wie der THG-Quotenhandel die Elektromobilität subventioniert

Welchen Beitrag leisten THG-Quoten für nachhaltige Mobilität?

🎙 Auf dem #bfpForum in Mainz hat unser Kollege Linus Frank mit Tim Kimpel, CPO und Co-Founder von carbonify, über den THG-Quotenhandel in Deutschland gesprochen.

Durch den Handel mit THG-Quoten wird Geld aus Branchen mit negativer CO2-Bilanz in Branchen mit positiver CO2-Bilanz gebracht – zum Beispiel von der Mineralölindustrie in die Elektromobilität. Dabei schaffen Plattformen wie carbonify Möglichkeiten für Begünstigte, ihre THG-Quote geltend zu machen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Folge in Kürze:

💡 Begünstigte der THG-Quote können sowohl Unternehmen als auch private Besitzer eines Elektroautos sein. Carbonify arbeitet dabei mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen, z. B. Versicherungen, Autoverbände, Autohändler, Flottenbetreibern oder Betreibern öffentlicher Ladeinfrastruktur.

💡 Der Preis für eine THG-Quote in Deutschland kann für ein Elektroauto zwischen 150 und 400 Euro liegen, ist allerdings volatil. Dies ist vor allem durch ein Schwanken an Angebot und Nachfrage bedingt.

💡 Den THG-Quotenhandel gibt es zurzeit in Deutschland und Österreich. In Österreich ist der Preis für eine THG-Quote mit 400 bis 450 Euro aktuell sogar höher als in Deutschland.

Wenn Sie einen Wunsch an unseren Verkehrsminister hätten – welcher wäre das?

Genauso wie René Braun sich in der letzten Folge gewünscht hat, sich für einen Austausch zu Volker Wissing beamen zu lassen, wenden sich unsere Gäste heute direkt an unseren Verkehrsminister. Wir haben gefragt: Wenn Sie einen Wunsch an unseren Verkehrsminister hätten – welcher wäre das?

🎙Wir waren auf dem #bfpFORUM in Mainz und haben Expertinnen und Experten, Entscheider*innen und Nutzer*innen zu aktuellen Themen und Herausforderungen in der betrieblichen Mobilität befragt.

Im #Podcast erfahrt ihr mehr über die vielfältigen Standpunkte der Beteiligten und gewinnt spannende Einblicke in die aktuellen Diskussionen rund um Unternehmensmobilität!

Mobilitätsbudgets: Wie Unternehmen die Verkehrswende vorantreiben – mit René Braun von NAVIT

Sind Unternehmen die wahren Treiber der Verkehrswende?

🎙 Auf dem #bfpFORUM in Mainz hat unser Kollege Lorenz Nitsch mit René Braun, CEO und Co-Founder von NAVIT, über Mobilitätsbudgets gesprochen. In der Folge sprechen die beiden über die Entstehung von Mobilitätsbudgets, aktuelle Erfahrungen und Herausforderungen sowie über Renés Vision eines Mobilitätsbudgets in 10 Jahren.

Die wichtigsten Erkenntnisse der #Mobilitätsfunk-Folge in Kürze:

💡 Ein Mobilitätsbudget trägt zu mehr Nachhaltigkeit und Inklusion bei. Anders als der Dienstwagen ist ein Mobilitätsbudget für alle Mitarbeiter*innen eines Unternehmens zugänglich.

💡 Mobilitätsbudgets sind kein Nischenprodukt mehr. Nach Early Movern im Software-Bereich ist das Thema nun auch im Mittelstand und bei Großkonzernen angekommen.

💡 Ähnlich wie zuvor bei Geschäftsreisen können Unternehmen der initiale Treiber für eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens hin zu nachhaltigerer Mobilität sein.

💡 Die Nutzung des Mobilitätsbudgets variiert je nach Wohnort und Jahreszeit. Im Sommer wird Mikromobilität beispielsweise mehr genutzt als im Winter.

💡 Ein einheitliches Steuerkonzept für Mobilitätsbudgets fehlt bisher noch. Positive internationale Beispiele hierfür gibt es in Belgien und Frankreich.

🎧 Die Links zur Folge findet ihr wie immer in den Kommentaren 👇🏼

PS: In der letzten Woche haben wir bereits von einigen Expert*innen gehört, was ihre Meinung zu Mobilitätsbudgets ist. Falls noch nicht getan, hört gerne in die Folge von letzter Woche rein!