Wie Veränderungs-kommunikation den Mobilitätswandel voranbringt

Der Mobilitätsfunk startet das Jahr mit einer spannenden Folge:
Lorenz spricht gemeinsam mit ‌Juliane Vettermann vom Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV) und Jörg Müller vom ‌Lots* Gesellschaft für verändernde Kommunikation mbH intensiv über neue Kommunikationsansätze für nachhaltige Mobilität – und was Verhaltensänderung heute tatsächlich braucht.

Highlights der Folge:

  • Kommunikation wirkt – aber nur differenziert: Es genügt nicht, einfach nur „mehr“ zu kommunizieren. Veränderungskommunikation muss zielgerichtet erfolgen, verschiedene Stufen der Verhaltensänderung berücksichtigen und sich individuell an Zielgruppen anpassen.
  • Framework für wirksame #Mobilitätskommunikation: Das 4-Stufen-Modell nach @‌Sebastian Bamberg bietet einen klaren Fahrplan – von Bewusstwerdung über Absichtsbildung und Handlung bis zur Stabilisierung neuer Routinen. Damit lassen sich Kommunikationsmaßnahmen deutlich gezielter und messbarer einsetzen.
  • Budget smart nutzen: Mehr Wirksamkeit bedeutet oft nicht mehr Kosten – im Gegenteil. Wer Kommunikationsbudgets gezielter einsetzt, kann mit weniger Mitteln mehr erreichen und die #Mobilitätswende effektiver vorantreiben.

Für alle, die im Bereich Mobilität, Kommunikation oder Stadtentwicklung tätig sind: Das vorgestellte Framework bietet eine praxisnahe Orientierung für mehr Fokus, mehr Wirkung und mehr Impact in Mobilitätsprojekten.

Link zum Framework: https://www.lots.de/download-framework-verhaltensaenderung

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Episoden ÖPNV: Vertrieb, Tarif & Marketing

Wie Digitalisierung den ÖPNV verändert: Assistenzsysteme, autonome Bahnen und nachhaltige Werkstätten in München

‌Linus Frank spricht mit Oliver Glaser, Geschäftsführer der MVG, über urbane Schienenmobilität in München. Besonders spannend: Digitalisierung, Kulturwandel und Nachhaltigkeit sind die Schlüsselfaktoren.

Highlights der Folge:

  • Assistenzsysteme & Autonomes Fahren:
    Noch steckt vieles in der Entwicklung – vor allem bei der Tram. Aber klar ist: Assistenzsysteme erhöhen die Sicherheit und sind ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Autonomie. Oliver Glaser gibt Einblicke in Pilotprojekte und zeigt, warum sich München nicht mit Greenfield-Lösungen vergleichen lässt.
  • Nachhaltigkeit als Systemfrage:
    Instandhaltung, Leichtbau, smarte Prozesse und sogar der Hybrid-Gleiskraftwagen: Die MVG denkt Nachhaltigkeit ganzheitlich – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Besonders spannend: Wie autonome Systeme langfristig zur Energieeffizienz beitragen könnten.
  • Fachkräftemangel als Innovationsmotor:
    Der Mangel an Fachkräften zwingt zu neuem Denken. Von Lean-Management-Ansätzen in Werkstätten bis zu digitalisierten Arbeitsprozessen: Effektivität und attraktive Arbeitsbedingungen werden so gezielt gefördert, um auch zukünftig verlässlichen Nahverkehr zu gewährleisten.
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Episoden Mobility-as-a-Service

Multiservice statt Multimodal: Wie Mobilitätsverhalten wirklich verändert werden kann

In der ersten englischsprachigen Folge vom Mobilitätsfunk spricht Linus Frank mit Prof. David A. Hensher, Managementprofessor und Gründungsdirektor des Institute of Transport and Logistics Studies, über die Entwicklung von Mobility as a Service (MaaS) – und warum es jetzt einen neuen Ansatz braucht, um nachhaltige Mobilität wirklich voranzubringen.

Highlights der Folge:

  • Multiservice statt nur Multimodal
    Die Zukunft heißt Mobility-as-a-Feature (MaaF). Nicht nur Verkehrsunternehmen, sondern auch Versicherungen, Arbeitgeber oder Banken können durch gezielte Anreize nachhaltiges Verhalten fördern und Mobilitätsökosysteme aktiv mitgestalten.
  • Verhaltensänderung bleibt der Schlüssel – und die Herausforderung
    Ob in Helsinki oder Sydney: Die meisten Menschen bleiben bei ihren gewohnten Mobilitätsroutinen. Der Gamechanger? Individuelle Mobilitätspakete, die mit Hilfe von KI passgenau geschnürt werden – datenbasiert, personalisiert und relevant.
  • Das Auto gehört dazu – aber smart integriert
    Statt das Auto zu verdrängen, braucht es kreative Carsharing-Modelle mit echtem Community-Gedanken – wie z. B. Fahrgemeinschaften in Kirchengemeinden. Ziel: Weniger Fahrzeuge, bessere Auslastung, mehr Teilhabe.
  • Von Ego- zu echten Ökosystemen
    David Hensher wünscht sich, dass wir Mobilität nicht länger als isoliertes Produkt denken, sondern als Teil eines größeren Ganzen – mit allen Akteuren an einem Tisch.
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Episoden Zukunft der Mobilität

live von der SCCON – Wie UnternehmerTUM neue Wege vernetzt

In der LIVE-Folge von Mobilitätsfunk auf der ‌Smart Country Convention spricht ‌Lorenz mit ‌Ivan Selednikov von UnternehmerTUM über die Herausforderungen und Chancen, wenn Städte, Unternehmen und Startups gemeinsam an neuen Mobilität Lösungen arbeiten.

Highlights der Folge:

  • Gemeinsam Innovation vorantreiben: UnternehmerTUM vernetzt Unternehmen, Startups und Kommunen, um Innovationen erfolgreich auf die Straße zu bringen – vom Peer-to-Peer-Carsharing bis hin zu neuen Lösungen im Parkraummanagement.
  • Projekte mit Wirkung: Pilotprojekte wie das Carsharing mit ‌Flinki und Anymove zeigen, dass technische Lösungen existieren – aber gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Rahmen bleiben zentrale Hürden.
  • Zukunftstrends im Fokus: Themen wie Ladeinfrastruktur für E-Trucks, autonome Mobilität und effizientere Nutzung bestehender Ressourcen durch Digitalisierung werden als Schlüsselthemen in den kommenden Jahren gesehen.

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Episoden Welt der Mobilität

Mobilität im Quartier: Wie MobiQ nachhaltige Veränderung in Stadt und Land gestaltet

‌Lorenz Nitsch spricht mit ‌Barbara Hefner und Julian Bansen darüber, wie nachhaltige Mobilität durch Beteiligung und Sharing im Quartier gelingen kann. Ihr Reallabor MobiQ zeigte eindrucksvoll, wie Mobilitätsprojekte in unterschiedlichen Regionen – vom ländlichen Raum bis zum urbanen Quartier – gestaltet, getestet und verstetigt werden können.

Highlights der Folge:

  • Beteiligung als Erfolgsfaktor: Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Bürger*innen und lokale Akteure frühzeitig einbezogen, ernst genommen und motiviert werden – das schafft Identifikation und treibt Veränderungen voran.
  • Vielfalt als Chance: Unterschiedliche Quartierstypen – Stadt, Mittelstadt, Dorf – bringen unterschiedliche Herausforderungen und Lösungen mit sich, bieten aber auch die Chance, übertragbare, anpassbare Konzepte für nachhaltige Mobilität zu entwickeln.
  • Handbuch für die Praxis: Das im Projekt entwickelte Handbuch „Mobilität gemeinsam gestalten in 10 Schritten“ unterstützt Kommunen und Initiativen ganz konkret dabei, eigene Mobilitätsprojekte zu starten und zu verstetigen.

Tipp: Wer selbst Mobilitätsprojekte starten will, profitiert davon, offen zu sein, Geduld zu haben und vor allem: Gute Beispiele nutzen, den Austausch suchen und engagierte Netzwerke bilden.

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Episoden Mobility-as-a-Service

6 Jahre Jelbi – Bilanz ziehen: vom Pilotprojekt zum festen Teil der BVG-Strategie

Wie schafft man es, Berlin noch besser zu vernetzen? Und was passiert, wenn Scooter, ÖPNV & Co. nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander gedacht werden?

In dieser Folge spricht ‌Lorenz Nitsch mit ‌Nele Klettke, Produktmanagerin, und Michael Bartnik, stv. Abteilungsleiter bei ‌Jelbi, über die Erfolgsgeschichte von Jelbi – vom innovativen Pilotprojekt bis hin zum festen Bestandteil der ‌BVG-Strategie.

Highlights der Folge:

  • Ganzheitliche Mobilitätsplattform:
    Jelbi bündelt als zentrale Plattform zahlreiche Mobilitätsangebote in Berlin – von ÖPNV über Scooter und Fahrräder bis hin zu Carsharing. Über 90 % der Sharing-Fahrzeuge in Berlin sind inzwischen in die Jelbi-App integriert, sodass Benutzer*innen ihre Mobilitätsbedürfnisse flexibel und einfach abdecken können.
  • Sharing & Infrastruktur Hand in Hand:
    Neben der App setzt Jelbi auf ein wachsendes Netzwerk von physischen Mobilitätsstationen, das gezielt mit Partnern wie Wohnungsbaugesellschaften und Unternehmen ausgebaut wird. Diese Netze helfen nicht nur bei der ersten und letzten Meile, sondern entlasten durch eine intelligente Steuerung auch die Gehwege in der Stadt.
  • Innovationsmotor Mobilitätsbudget:
    Jelbi bietet Unternehmen inzwischen ein innovatives Mobilitätsbudget für Mitarbeitende an, das die Nutzung verschiedenster Verkehrsangebote ermöglicht – alles digital und unkompliziert. So bekommen Arbeitgeber*innen ein starkes Tool für nachhaltige Mobilität und CO₂-Reduktion, das sich in der Praxis flexibel und effizient umsetzen lässt.

Das nächste große Ziel: Expansion über Berlin hinaus! Mit dem neuen Projekt „Max“ wird an einer deutschlandweiten MaaS-Plattform gearbeitet.

Mehr über Jelbi erfährt ihr in diesem Whitepaper: https://www.jelbi.de/wp-content/uploads/2025/08/250730-Whitepaper-Ergebnisse-sechs-Jahre-Jelbi.pdf

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Episoden Shared Mobility & On-Demand-Verkehr

Wie Datenanalyse und On-Demand-Verkehre den ÖPNV effizienter machen

‌In dieser Folge spricht Linus Frank mit Benjamin Pfeifer, CCO bei ‌Ioki, über datengetriebene Verkehrsplanung – und darüber, warum Flexibilität und echte Nutzerzentrierung entscheidend für die Mobilitätswende sind.

Highlights & Learnings:

👉🏻 Nutzerzentrierte Planung ist der Schlüssel

Verkehrswende gelingt nur, wenn der Mensch und seine realen Mobilitätsbedürfnisse im Mittelpunkt stehen – abseits von Angebotssilos.

👉🏻 Daten schaffen Transparenz & Effizienz

Von der Airline-Analogie bis zum digitalen Zwilling – Benjamin zeigt, wie Auslastungs-, Mobilfunk- und soziodemografische Daten heute helfen, Verkehrsnetze viel feiner und flexibler zu gestalten. Weg vom Bauchgefühl, hin zu datenbasierten Entscheidungen.

👉🏻 Flexibilität statt Starrheit:

Mobilitätsbedürfnisse verändern sich ständig! Statt ÖPNV-Netze für 10–15 Jahre festzuschreiben, braucht es iterative Modelle, die sich an neue Erkenntnisse anpassen – für ein lernendes, zukunftsfähiges System.

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Episoden Shared Mobility & On-Demand-Verkehr

 Von Zahlenschlössern zu Smartcards: Wie nextbike das Bike-Sharing prägte

30 Räder, Zahlenschlösser & Telefon-Hotline – so fing alles bei ‌nextbike an. Ohne Smartphones, ohne Apps – und trotzdem mit der großen Idee, urbane #Mobilität zu verändern. Was heute fast unvorstellbar klingt, war damals der erste Schritt in Richtung automatisiertes Fahrradverleihsystem.

In dieser Folge hat ‌Linus Frank gemeinsam mit Sebastian Popp, CEO von Nextbike, und ‌Mareike Rauchhaus, Director Communications & Public Policy, hinter die Kulissen des Bikesharings geblickt. Sie geben Einblicke, wie Nextbike gemeinsam mit Städten und Verkehrsunternehmen an nachhaltigen, multimodalen Mobilitätslösungen arbeitet.

Highlights der Folge:

👉🏻 Bike-Sharing braucht Dichte & Integration: Erfolgreiche Bikesharing-Systeme zeichnen sich durch eine hohe Stationsdichte und die enge Verzahnung mit ÖPNV-Angeboten aus (Stichwort: letzte Meile!). Städte wie Leipzig und Bonn zeigen, wie’s geht – Fahrgäste erwarten multimodale Angebote, die nahtlos funktionieren.

👉🏻 E-Bikes als Game Changer: Der Trend geht eindeutig zu mehr Elektrifizierung! EBikes sind nicht nur für ländliche Räume ein entscheidender Hebel, sondern ermöglichen auch längere Strecken und machen Bikesharing für neue Nutzergruppen attraktiv.

👉🏻 Vielfalt macht nachhaltig: Nextbike setzt auf ein diversifiziertes Geschäftsmodell – nicht nur Nutzungsgebühren, sondern auch Werbepartnerschaften, Firmen- und Universitätspartnerschaften sichern die finanzielle Nachhaltigkeit. Entscheidend ist: Bike-Sharing wird als fester Bestandteil öffentlicher Mobilität mitgedacht und finanziert.

Bikesharing ist längst mehr als ein Trend – es ist ein integraler Bestandteil moderner Stadtmobilität und ein echter Beschleuniger für lebenswerte, nachhaltige Städte.

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Episoden Mobility-as-a-Service

„ÖPNV verdoppeln” reicht nicht

Schon seit langer Zeit heißt es: Die Nutzung des ÖPNV muss sich verdoppeln, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen – doch was bedeutet das eigentlich für uns Menschen, die mobil sein wollen?

In der aktuellen Folge spricht ‌Linus mit Sampo Hietanen – einem der Pioniere des Konzepts Mobility as a Service (MaaS).

Sampo hat uns mitgenommen in seine Vision einer Mobilität, die nicht auf das Auto als Statussymbol setzt, sondern auf Freiheit, Flexibilität und Nachhaltigkeit.

  • Warum die Verdopplung der ÖPNV-Nutzung allein kein sinnvolles Ziel ist.
  • Wie Abo-Modelle den Schlüssel für einen echten Wandel darstellen.
  • Und warum User Experience (UX) und Vertrauen mindestens genauso wichtig sind wie Technologie.

Besonders spannend: Sein Gedanke, dass Mobilität nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern als Feature in ganz andere Lebensbereiche integriert werden muss – sei es Wohnen, Arbeit, Events oder sogar… die Kirche.

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Episoden Mobility-as-a-Service

Mobility as a Feature – Innovationen für die vernetzte Mobilität

‌Lorenz spricht mit Nicolai Harnisch, Leiter im Bereich Vernetzte Mobilität bei Bayern Innovativ, über Mobility as a Feature (MaaF) – ein Konzept, das Mobilitätsangebote in Lebensbereiche einbettet, die auf den ersten Blick gar nichts mit Mobilität zu tun haben. Gemeinsam diskutieren sie, wie Mobilität nutzerzentrierter und kontextbezogener gedacht werden kann und welche Potenziale daraus für Unternehmen und öffentliche Akteure entstehen.

Highlights der Folge:

  • Mobility as a Feature denkt Mobilität über die klassische Plattform hinaus: Mobilitätsdienste werden in andere Produkte und Services integriert – zum Beispiel beim Shopping, im Tourismus, bei Events oder in der Immobilienwirtschaft.
  • Nutzerbedürfnisse im Fokus: Es geht nicht mehr nur darum, von A nach B zu kommen, sondern Mobilität direkt im Kontext des jeweiligen Anwendungsfalls bereitzustellen – etwa indem das Theater- oder Eventticket automatisch mit einem passenden ÖPNV-Angebot verknüpft wird.
  • Große Chancen für Zusammenarbeit und Innovation: Gerade für Städte, ÖPNV-Betriebe und neue Mobilitätsdienstleister bieten sich neue Chancen durch kooperative Geschäftsmodelle, die das Nutzererlebnis verbessern und neue Märkte erschließen können.

Besonders spannend: Nicolai teilt seine Vision, wie KI und Sprachsysteme die Mobilität von morgen innovativer und individueller gestalten können. Und er hat einen besonderen Wunsch für den Radverkehr – was wünscht ihr euch für die Mobilität der Zukunft?